Obgleich es sie nicht so lange Zeit gibt, gehört Canyoning abgesehen von Rafting heute mit Abstand zu den gefragtesten Sportarten in den Bergen.
Erst Ende der neunziger Jahre machte sie bei uns erstmals von sich reden.
Da es in Südfrankreich und Spanien in den Pyrenäen eine große Anzahl an Schluchten bzw. Klammen gibt, ist es einigermaßen wahrscheinlich, dass die Erlebnissportart dort seinen Anfang hat.
Unter dem Namen “Canyoneering” wurde die Sportart in Amerika bekannt.
Heute ist Canyoning keine Nischen-Sportart mehr, ganz im Gegenteil.
Wo durchweg in der Alpenrepublik die Voraussetzungen stimmen, entdeckt man einen passenden Anbieter.
Vor allem im Hochsommer ist die Sportart eine angenehme Freizeitaktivität. Kein Wunder, wenn es sehr warm ist, kühlt das Wasser der Klamm bekanntlich!
Dazu kommt der Antrieb des Ereignisses. Ist man in der Lage, die Schlucht erfolgreich zu durchwandern?
Bei Canyoning-Touren finden sich in der Regel eher kleine Scharen mit bis zu acht Leuten. Um erfolgreich ans Ziel zu kommen, müssen sich die Mitglieder dieser Schar gegenseitig helfen.
Um Mitarbeiter oder Abteilungen beim Teambuilding zu fördern, werden Canyoning-Touren aus diesem Grund immer öfter von größeren und kleineren Firmen gebucht.
Selbst wenn das das Wetter nach Niederschlag aussieht, ist Canyoning denkbar, doch vorsichtig sollte man dabei jedoch sein.
Ein ruhiger und friedlicher Bach kann sich schließlich durch einen Regenguss, wie er in den Bergen öfter vorkommt, extrem rasch in einen reißenden Sturzbach verwandeln.
Suchen Sie in diesem Fall unbedingt einen Guide vor Ort auf, der Ihnen beantworten kann, ob eine Tour überhaupt realisierbar und zu empfehlen ist.
Die Touren werden im Allgemeinen in drei Schwierigkeitsstufen – leicht, mittel und schwer – eingeteilt.
Egal, ob man als Neuling ganz einfach ins Canyoning rein schnuppern möchte oder zum jetzigen Zeitpunkt ein paar Touren hinter sich hat, es gibt für jeden die passende Auswahl.
Um erste Erfahrungen zu sammeln, eignen sich vor allem Klammen mit geringen Höhen, die man am leichtesten mit Gleiten, Schwimmen und kleinen Sprüngen absolvieren kann.
Wer sich Sprünge aus größeren Höhen absolut nicht zutraut, kann sich von einem Guide abseilen lassen, ansonsten einfach springen.
Um eine Tour erfolgreich abzuschließen, braucht es hervorragende, körperliche Ausdauer und jedenfalls Basiskenntnisse, wie man sich im alpinen Areal bewegt. Abhängig von der Bewertung der Tour schadet es auch absolut nicht, Kletter- und Abseil-Kenntnisse zu haben. Canyoning birgt immer ein gewisses Risiko – man sollte sich daher jedenfalls an die Sicherheitsmaßnahmen des Guides halten. Was passiert, wenn sie außer Acht werden, zeigt ein Unfall 1999 in der Schweiz. 21 Opfer forderte eine Sturzflut mit zwei Metern Höhe im Saxetbach bei Interlaken in der Schweiz, die eine Gruppe an in- und ausländischen Touristen mit sich riss. Nach dem Unfall wurden in der Schweiz schärfere Vorkehrungen getroffen, die Verantwortlichen für das Unglück wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.